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Die ultimative Anleitung für Polycarbonat-Filament – vom Verziehen bis zum einfachen Drucken

  • vor 2 Tagen
  • 19 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 22 Stunden

Lass uns über PC Filament reden – Polycarbonat. Es wird oft als eines der zähesten Filamente beschrieben, mit denen du drucken kannst. Zu Recht. Es ist stark, extrem hitzebeständig und hat eine viel höhere Schlagzähigkeit als Materialien wie PLA. Wenn es richtig gedruckt wird, fühlen sich PC-Teile solide und langlebig an – nicht spröde. Aber Polycarbonat Filament hat auch den Ruf, schwierig zu drucken zu sein.

Verziehen. Schwache Schichthaftung. Der Druck hebt sich mitten im Druck von der Platte ab. Für viele Leute bringt es am Ende mehr Probleme als Nutzen. Das kann ich total verstehen.

Genau deshalb habe ich diesen Leitfaden für dich zusammengestellt.

PCx ist eine modifizierte Version von Polycarbonat, die die größten Probleme des herkömmlichen PC lösen soll. Es verzieht sich weniger. Die Schichten haften besser. In vielen Fällen kannst du es ohne ein vollständig geschlossenes Gehäuse drucken. Außerdem wird es aus recyceltem Industriematerial hergestellt – ohne dass die Festigkeit und Haltbarkeit verloren gehen, die Polycarbonat zu einem so beliebten Engineering-Filament machen.


Lies weiter, und du erfährst die echten Stärken und Frustrationen eines normalen PC-Materials. Außerdem lernst du, wie du deine 3D-Druck-Erfahrung damit verbessern kannst und wie dir das innovative Nobufil PCx Filament dabei helfen kann.

In diesem Leitfaden gehen wir Schritt für Schritt mit dir durch die folgenden Punkte:


3D drucken PC Filament

  1. Was ist Polycarbonat-Filament (PC-Filament)?


Polycarbonat-Filament (PC) ist ein starkes, hitzebeständiges Engineering-Material für den 3D-Druck. Es bietet hohe Schlagzähigkeit, thermische Stabilität – normalerweise über 110 °C – und eine ausgezeichnete Haltbarkeit. Im Gegensatz zu PLA oder ABS ist PC Filament für funktionale Teile gedacht, die Belastungen, Hitze oder häufiger Nutzung standhalten müssen – es ist derselbe Kunststoff, der auch in kugelsicherem Glas und Visieren von Helmen steckt.


Einer der größten Vorteile von PC Filament ist die Kombination aus Festigkeit und Zähigkeit. Das Material ist steif, aber nicht spröde. Statt leicht zu zerbrechen, nimmt Polycarbonat Stöße viel besser auf als die meisten Standard-Filamente.


Deshalb greifen Ingenieure zu PC-3D-Material, wenn sie funktionale Prototypen, Autoteile oder stabile Gehäuse brauchen. Allerdings hat es auch seine Nachteile.


Aber dazu kommen wir noch. Schauen wir uns zuerst einmal an, was ein PC-Filament wirklich gut kann.


  1. Vor- und Nachteile von PC-Filamenten

2.1. Vorteile von PC-Filamenten

Polycarbonat (PC) ist im 3D-Druck beliebt, weil es für Teile gemacht ist, die unter echten Bedingungen funktionieren müssen – nicht nur gut auf dem Schreibtisch aussehen.

Hier ist, was es wirklich kann:

  • Hält Hitze sehr gut aus – Anders als PLA wird PC nicht weich, wenn die Temperatur steigt. Es hält je nach Sorte Umgebungen um 110–120 °C stand.

  • Sehr schlagzäh – Es verträgt einen Schlag, ohne zu brechen. Deshalb wird es für Schutzabdeckungen, Clips und funktionale Gehäuse verwendet.

  • Fühlt sich solide und steif an – Gedruckte PC-Teile verbiegen oder wackeln nicht unter Druck – sie bleiben stabil.

  • Nicht spröde wie PLA – Bei Überlastung biegt es sich leicht, bevor es bricht, statt ohne Vorwarnung zu zerbrechen.

  • Starke Schichthaftung (bei richtigen Einstellungen) – Mit guten Einstellungen fühlen sich Teile in alle Richtungen fast gleichmäßig stark an.

  • Hält über die Zeit – Es widersteht Kriechen und verformt sich unter Dauerbelastung nur langsam.

  • Kommt mit leichten Chemikalien klar – Öle, Fette und einige milde Chemikalien sind kein großes Problem.

  • Einfach nach dem Druck zu bearbeiten – Du kannst es schleifen, bohren, Gewinde schneiden oder kleben, falls nötig.

Diese Kombination ist der Grund, warum PC bei funktionalen Prototypen, mechanischen Teilen, Autokomponenten, Halterungen und allem, wo ein Versagen nicht in Frage kommt, zum Einsatz kommt.


2.2. Nachteile von Polycarbonat-Filamenten

Trotz all seiner Stärken hat Standard-Polycarbonat seinen schlechten Ruf nicht ohne Grund. Der Druck damit kann ziemlich unzuverlässig sein. Schauen wir uns die Nachteile dieses 3D-Druckmaterials an:

  • Verziehen – PC schrumpft beim Abkühlen. Und zwar richtig. Diese Kontraktion baut Spannung auf, und schon bald ziehen sich deine Ecken hoch und dein Teil löst sich von der Platte. Wenn du kein beheiztes Gehäuse hast, wirst du keine Freude haben. Es sei denn, du druckst mit Nobufil PCx – das schrumpft deutlich weniger, sogar ohne Gehäuse.

  • Schlechte Schichthaftung – Jede neue Schicht muss gut mit der darunter verschmelzen. Wenn das Teil aber zu schnell abkühlt oder du zu schnell druckst, wird die Verbindung schwach. Das Teil sieht vielleicht gut aus, aber dann willst du es benutzen – und knack. Die Schichten lösen sich einfach voneinander.

  • Knifflige Betthaftung – PC haftet nicht gut auf üblichen Oberflächen wie Glas oder reinem PEI. Du brauchst wahrscheinlich spezielle Klebstoffe oder druckst auf einer Polycarbonat-Platte selbst.

  • Hygroskopisch – PC zieht Feuchtigkeit aus der Luft. Nasses Filament druckt mit Blasen, Dampfknallen und schlechter Schichthaftung. Du musst es vor jedem Gebrauch trocknen – normalerweise 4–6 Stunden bei 80–90 °C.

  • Hohe Drucktemperaturen – Die meisten PC-Filamente brauchen eine Düsentemperatur von 280–310 °C. Das liegt außerhalb dessen, was viele Standard-Hotends können. Du brauchst außerdem ein Hotend aus Metall; PTFE-Auskleidungen bauen sich schnell ab.

  • Ein Gehäuse ist fast Pflicht – Manche haben Glück mit kleinen Drucken auf einem offenen Drucker, aber für gleichbleibende Ergebnisse? Du brauchst ein beheiztes Gehäuse, um die Umgebungstemperatur bei 40–60 °C zu halten. Es sei denn, du verwendest ein modifiziertes PC-Filament wie Nobufil PCx – das druckt auch ohne Gehäuse gut.

  • Fadenziehen und Auslaufen – PC fließt gut, das ist gut für die Schichthaftung, aber schlecht für Fadenziehen. Die richtige Retraction einzustellen, braucht Zeit.

  • Schwierige Nachbearbeitung – Schleifen und Bohren von Standard-PC ist nicht so einfach wie bei PLA. Es ist härter und kann brechen, wenn du nicht vorsichtig bist.

Zusammengefasst: Ein Standard-PC ist ein leistungsstarkes 3D-Material. Aber es erfordert Erfahrung, den richtigen 3D-Drucker und eine Menge Geduld.

Deshalb gibt es modifizierte Polycarbonat-Filamente. Ihre Rezepturen sind angepasst, um genau diese Probleme zu lösen – weniger Verziehen, bessere Schichthaftung, insgesamt einfacherer Druck.

Eines davon ist Nobufil PCx. Lass uns darüber reden, was es anders macht und warum es das PC-Filament sein könnte, nach dem du gesucht hast.


nobufil PCx ist

  1. Was ist Nobufil PCx? Ein modifiziertes Polycarbonat, das die frustrierendsten Probleme löst 


Nobufil PCx ist eine modifizierte Polycarbonat-Mischung. Hergestellt in Österreich aus recycelten Industrieabfällen. Aber mal ehrlich: Deshalb bist du nicht hier. Du bist hier, weil du ein Polycarbonat-Filament willst, das wirklich gut druckt. Dank einer speziell entwickelten Rezeptur ist PCx deutlich einfacher zu drucken als herkömmliches Polycarbonat – und bietet dabei hervorragende mechanische Eigenschaften und hohe Temperaturstabilität.


Was heißt „einfacher zu drucken“ in der Praxis?


Erstens: Weniger Verziehen. Normales PC-3D-Material schrumpft beim Abkühlen, wodurch sich die Ecken anheben und oft das ganze Teil von der Platte löst. PCx reduziert dieses Schrumpfen deutlich. Bei großen, flachen Teilen solltest du trotzdem eine Haftkante (Brim) verwenden, aber du kämpfst nicht mehr bei jedem einzelnen Druck mit hochgezogenen Ecken.


Zweitens: Kein Gehäuse nötig. Klar, ein Gehäuse hilft – besonders bei höheren Drucken oder wenn dein Raum zugig ist. Aber bei Nobufil Polycarbonat brauchst du keins zwingend. Du bekommst zuverlässige Ergebnisse auch auf einem offenen Drucker. Das allein erspart dir, ein beheiztes Gehäuse zu bauen oder zu kaufen.


Drittens: Bessere Schichthaftung. Die modifizierte Formel sorgt dafür, dass die Schichten etwas länger klebrig bleiben, sodass sie wirklich miteinander verschmelzen – statt sich zu trennen, wenn du das Teil belastest. Keine Drucke mehr, die perfekt aussehen, aber beim ersten Benutzen auseinanderbrechen.


Und weil PCx unverstärkt ist – keine Kohlefasern – wird die Oberfläche glatt und glänzend. Du kannst es schleifen, bohren, Gewinde schneiden oder kleben, ohne dass das Material reißt. Versuch das mal mit einem Standard-PC – da bekommst du oft einen Riss.


Kommen wir zu den Zahlen, denn gute Absichten allein machen keine stabilen Teile.


Nobufil PCx Filament liefert 61 MPa Zugfestigkeit und 2900 MPa Biegemodul – genau da, wo ein Polycarbonat sein sollte. Die Wärmeformbeständigkeit liegt bei 112 °C, es bleibt also steif bei Temperaturen, die ABS oder PETG nicht mehr schaffen.


Aber das wirklich Herausragende ist die sehr hohe Schlagzähigkeit von 45 kJ/m². Zum Vergleich: Normales PC-Material liegt typischerweise zwischen 30 und 40 kJ/m². PCx springt auf 45 kJ/m². Das ist eine ordentliche Steigerung! Mach eine Klammer, einen Schnappverschluss, eine Schutzabdeckung – das Teil zerspringt nicht, wenn du es fallen lässt oder aneckt.


Wenn du das vollständige technische Datenblatt mit allen Zahlen haben möchtest, kannst du es hier herunterladen.


Das ist PCx in Kürze. Es ist Polycarbonat, das sich nicht gegen dich wehrt. Probier es aus!


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  1. Best Practices für das Drucken von PC-Filamenten (und besonders PCx)

Polycarbonat zu drucken ist nicht wie PLA drucken. Du kannst nicht einfach auf „Start“ drücken und weggehen. Aber mit der richtigen Herangehensweise – und besonders mit Nobufil PCx – bekommst du gleichmäßige, stabile Teile, ohne dir die Haare zu raufen.

Hier ist, was ich gelernt habe, was funktioniert.

  • Trockne dein Filament zuerst. Polycarbonat-Filamente ziehen Feuchtigkeit. Wenn du während des Druckens ein Knacken hörst oder Dampfblasen siehst, ist dein Filament nass. Trockne es vor dem ersten Gebrauch 4–6 Stunden bei 80–90 °C. Ein Filamenttrockner oder ein Ofen mit genau einstellbarer Niedrigtemperatur funktioniert. Überspringe das nicht, wenn du eine wirklich gute Druckqualität haben willst.

  • Verwende ein strukturiertes PEI-Bett. Bei PCx ist das der perfekte Punkt. Es haftet gut ohne Kleber oder Klebeband. Normale PC-Filamente brauchen oft spezielle Haftmittel. Reinige das Bett vor dem Druck mit Isopropylalkohol.

  • Stelle die Düse auf etwa 275 °C ein. PCx druckt gut bei 265–285 °C. Normales PC braucht vielleicht 280–310 °C (schau in die empfohlenen Einstellungen des Herstellers). Verwende ein Hotend aus Metall – PTFE-Auskleidungen zersetzen sich bei diesen Temperaturen.

  • Heize das Bett auf 100–120 °C. Ich fahre PCx mit 110 °C. Gib ihm Zeit, sich zu stabilisieren, bevor du den Druck startest. Ein kaltes Bett bedeutet Verziehen.

  • Fahre beim ersten Layer langsam. 15–20 mm/s. Lass ihn richtig in die Bauplatte quetschen. Danach kannst du je nach Drucker auf 40–60 mm/s beschleunigen.

  • Halte die Bauteilkühlung niedrig oder aus. Für die ersten 3–4 Layer bei 0 % Lüfter. Danach kannst du auf maximal 30–50 % gehen. Zu viel Lüfter zerstört die Schichthaftung. PCx braucht nicht viel.

  • Verwende eine Haftkante (Brim) bei großen, flachen Teilen. Auch wenn PCx sich weniger verzieht – eine 5–10 mm breite Brim gibt Sicherheit. „Mauseohren“ an den Ecken funktionieren auch.

  • Stelle die Retraction richtig ein. Das PC-3D-Material fließt gut, also neigt es zum Auslaufen. Fang bei 1–2 mm Retraction (Direct Drive) oder 3–5 mm (Bowden) an. Justiere so lange, bis das Fadenziehen unter Kontrolle ist.

  • Gehäuse? Bei PCx ist es optional, aber hilfreich. Wenn du hohe oder breite Teile druckst oder dein Raum kalt und zugig ist, macht ein Gehäuse das Leben leichter. Aber anders als normales Polycarbonat-Filament bekommst du auch ohne Gehäuse gute Ergebnisse mit PCx. Bei einem normalen PC Material ist ein Gehäuse fast Pflicht.

Noch etwas für normales Polycarbonat: Wenn du reguläres PC Filament druckst (nicht PCx), erwarte mehr Verziehen. Verwende eine höhere Betttemperatur (120–130 °C), eine heißere Düse (290–310 °C) und auf jeden Fall ein Gehäuse. Oder wechsle einfach zu PCx und erspar dir die Mühe.

Schauen wir uns an, welche Varianten das Polycarbonat-3D-Material bietet.



5. Typische Anwendungen für PC-Filament


PC Filament ist nichts für niedliche kleine Figuren oder Dekokram. Es ist für Teile, die im echten Leben überleben müssen – Hitze, Belastung, vielleicht ein paar Stürze auf den Boden.

Hier macht Polycarbonat Sinn:

  • Klammern, Hebel und Schnappverbindungen – Du kennst das, manche Filamente brechen sofort, wenn du sie biegst? PC nicht. Seine Schlagzähigkeit bedeutet, dass du eine Klammer Dutzende Male öffnen und schließen kannst, ohne dass sie bricht. Perfekt für Batteriehalter, Verschlüsse oder alles, was einrastet.

  • Schutzabdeckungen und Gehäuse – Musst du Elektronik oder bewegliche Teile abschirmen? Und wird diese Abschirmung vielleicht ab und zu angerempelt? PC zerspringt nicht wie PLA oder PETG. Denk an Sensorabdeckungen, Werkzeugschutz oder Drohnenkörper.

  • Lüfterverkleidungen und hitzebeständige Teile – Alles in der Nähe eines Hotends, eines beheizten Betts oder eines warmen Motors. PC hält 110–120 °C aus, ohne weich zu werden. Diese Lüfterverkleidung, die du in PLA gedruckt hast und die geschmolzen ist? Darüber lacht PC.

  • Funktionale Prototypen – Du entwirfst ein Teil, testest es in PLA, es verbiegt oder schmilzt oder verformt sich. Dann machst du es in PC und plötzlich funktioniert es wie das echte Teil. Genau darum geht es – PC verhält sich wie ein Engineering-Material, nicht wie ein Spielzeug.

  • Auto- und Fahrzeugteile – Innenraumklammern, Halterungen, Armaturenbrettbefestigungen. Autos werden heiß, Teile werden belastet, Öle und Fette sind überall. PC hält das alles aus. Kein Zufall, dass echte Autoteile oft aus Polycarbonat sind.

  • Endmontage-Maschinenteile – Halterungen, Spannarme, langsam laufende Zahnräder, Aufnahmen. PC bleibt unter Last steif und kriecht nicht mit der Zeit. Ich habe PC-Halterungen an einer CNC-Fräse – seit Jahren, halten immer noch.

  • Schutzhüllen für Werkzeuge oder Messgeräte – Lässt du ein Multimeter fallen? Eine individuelle PC-Hülle federt ab. PLA zerspringt. ABS überlebt vielleicht, aber PC ist einfach zäher. So einfach ist das.


    Und wo passt Nobufil PCx hier rein? 

    PCx ist einfach Polycarbonat, das sich nicht gegen dich wehrt. Weniger Verziehen, bessere Schichthaftung, kein Gehäuse nötig. Wenn also eine dieser Anwendungen nach deinem nächsten Projekt klingt, macht PCx den Weg dorthin viel einfacher.

    Natürlich, wenn du extreme Steifigkeit brauchst (wie bei einem Drohnenrahmen) oder eine matte Oberfläche, dann schau dir PC CF an. Brandschutz? Das ist ein anderes Filament. Aber für alltägliche robuste Teile? PC – und besonders PCx – ist die Antwort.



6. PC in der industriellen Fertigung

Die besonderen Eigenschaften von Polycarbonat machen es nicht nur für die Hobby-Werkstatt wertvoll, sondern auch für die Industrie. Hier siehst du, wie führende Unternehmen PC-3D-Material in der echten Produktion einsetzen.

  • Automobil-Werkzeuge: Auf der Formnext 2025 hat KraussMaffei mit einem großen 3D-Drucker einen Heckdiffusor für ein Sportwagen hergestellt – aus kohlefaserverstärktem Polycarbonat. Das zeigt: Man kann große, dünnwandige Teile schnell fertigen, ohne spezielle Werkzeuge zu brauchen.

  • Luftfahrt-Werkzeuge: Der italienische Hersteller Caracol hat ein großes Laminierwerkzeug für die Luftfahrtbranche gefertigt – aus einer Polycarbonat-Mischung mit 20 % Kohlefaser. Das Ergebnis: 50 % kürzere Produktionszeit, 50 % weniger Materialabfall und 50 % weniger Gewicht. Und das Endteil musste nicht zusammengefügt werden.

  • Produktions-Werkzeuge: Der Thermoformer Duo Form hat seine langsamen, CNC-gefrästen Metallformen durch 3D-gedruckte Formen aus glasgefüllten Polycarbonat-Pellets ersetzt. Das hat die Herstellungszeit und die Kosten drastisch gesenkt – und ermöglicht schnelle Kundenfreigaben für funktionale Prototypen.

  • Autoklav-Werkzeuge (Aurora Flight Sciences): Eine Boeing-Tochter namens Aurora Flight Sciences hat 3D-gedruckte Polycarbonat-Formen entwickelt, die Hitze und Druck im Autoklaven aushalten – das ist eine echte Anforderung für die Herstellung von Verbundteilen in Flugzeugen. Sie haben einen Trick vor dem Aushärten gefunden, damit die gedruckte Form in der echten Produktion hält. Das ist kein Laborprojekt mehr – es fließt in echte Flugzeugprogramme ein.

  • Architektur & Design: Das italienische Startup eXgineering hat die berühmte Terrazza Aperol Bar in Mailand neu gestaltet – mit recyceltem Polycarbonat für die Eingangswand und die Lampenschirme. Die 3D-gedruckten Wände haben dieses wellige, organische Aussehen – sind aber trotzdem stabil und aus recyceltem PC. Sieht gut aus, hält lange, weniger Abfall.

  • Schifffahrt & Energie: Thermwood hat eine zwei Meter lange Form für ein Unterwasser-Turbinenblatt gedruckt. Aus kohlefaserverstärktem PC. Dauerte Tage statt Monate.

  • Medizin & Biotechnik: Forscher haben 3D-gedruckte Formen verwendet, um individuelle Polycarbonat-Wellplatten-Einsätze für Zellkulturen thermisch zu formen. Damit lassen sich schnell Prototypen und kleine Serien von autoklavierbaren Laborbehältern herstellen.

  • Großer Flugzeug-Attrappe: Proto21 in Dubai hat für die Dubai Airshow eine 16 Meter lange, begehbare Seaglider-Attrappe produziert. Die Außenhülle wurde auf der großen Plattform von Caracol gedruckt – insgesamt über 3.200 3D-gedruckte Einzelteile.

  • Öl & Gas: Teams vor Ort drucken robuste Sensor-Gehäuse und Ersatzteile für alte Anlagen mit PC. Die Festigkeit und Chemikalienbeständigkeit von PC machen es möglich, eigene Ersatzteile wie Halterungen oder Abdeckungen zu drucken, wenn die Originalteile nicht mehr verfügbar sind. Es überlebt in rauen Umgebungen, widersteht Ölen und Chemikalien und hält alte Maschinen am Laufen.

Diese Beispiele zeigen, dass Polycarbonat – in seinen vielen Formen, von kohlefaserverstärkt bis recycelt – ein zugänglicher, bewährter Werkstoff für Vorrichtungen, Werkzeuge und Gebrauchsteile in unterschiedlichsten Branchen ist.


PCx vs. technische Filamente

7. Wie schlägt sich PC im Vergleich zu anderen Engineering-Filamenten?

Polycarbonat ist nicht das einzige robuste Filament da draußen. Hier siehst du, wie es im Vergleich zu anderen gängigen Engineering-Materialien abschneidet – und wo PC (besonders PCx) die Nase vorn hat.

  • PC vs. ABS: PC ist zäher und hält mehr Hitze aus (110–120 °C statt 85–100 °C). ABS riecht stärker und verzieht sich ähnlich stark, aber es ist billiger und einfacher auf einfachen Druckern zu drucken. Wenn du Festigkeit und Hitzebeständigkeit brauchst, gewinnt PC. Für reine Dekorteile, die nicht viel belastet werden, reicht ABS.

  • PC vs. ASA: ASA ist im Grunde UV‑stabiles ABS. Super für den Außenbereich. PC ist stärker, steifer und schlagzäher, aber es zersetzt sich im Sonnenlicht. Wenn dein Teil draußen lebt, nimm ASA. Wenn es Stürze und Hitze überstehen muss, nimm PC.

  • PC vs. PETG: PETG ist der entspannte Cousin. Es verzieht sich nicht, druckt bei niedrigeren Temperaturen und ist für die meisten Hobby-Projekte robust genug. Aber PC ist deutlich steifer und verträgt etwa 30–40 °C mehr Hitze. Für funktionale Teile in der Nähe von Motoren oder in warmen Gehäusen ist PC die bessere Wahl.

  • PC vs. Nylon (PA): Nylon ist flexibel, abriebfest und super für Zahnräder oder bewegliche Teile. PC ist steifer und einfacher zu drucken (weniger Feuchtigkeitsempfindlich, weniger Verziehen bei modifizierten Versionen wie PCx). Nylon gewinnt bei gleitenden oder reibenden Teilen. PC gewinnt bei steifen Strukturteilen, die Schläge wegstecken müssen.

Wo passt PCx rein? 

Normales PC schlägt oder erreicht bereits die meisten Engineering-Filamente bei Hitze und Schlagzähigkeit. PCx behält diese Vorteile, behebt aber die Druckprobleme – weniger Verziehen, bessere Schichthaftung, kein zwingendes Gehäuse. Im Vergleich zu ABS, ASA, PETG oder Nylon ist PCx also der einfachste Weg, echte Polycarbonat‑Leistung zu bekommen – ohne den üblichen Kampf.


Vergleichstabelle: PC-Filament im Vergleich zu anderen technischen Filamenten?


Merkmal

PC

ABS

ASA

PETG

Nylon (PA)

Hauptvorteil

Hohe Schlagfestigkeit und Hitzebeständigkeit

Gute Zähigkeit und Duktilität

Hervorragende UV- und Witterungsbeständigkeit

Einfach zu drucken, gute Chemikalienbeständigkeit

Überragende Verschleiß- und Ermüdungsfestigkeit

Hitzebeständigkeit (HDT)

Hervorragend (110–120 °C)

Gut (85–100 °C)

Gut (85–100 °C)

Mittel (70–80 °C)

Variiert (je nach Nylontyp teilweise niedriger)

Schlagfestigkeit

Hervorragend (größte Stärke von PC)

Gut

Gut

Mittel

Hervorragend (zäh und flexibel)

Steifigkeit

Hoch

Mittel

Mittel

Mittel

Niedrig bis mittel (flexibel)

UV-Beständigkeit

Schlecht (wird durch Sonnenlicht abgebaut)

Schlecht

Hervorragend

Gut

Schlecht

Druckschwierigkeit

Hoch – erfordert sorgfältige Prozesskontrolle

Mittel – Gehäuse/Enclosure empfohlen

Mittel – Gehäuse/Enclosure empfohlen

Niedrig – sehr anfängerfreundlich

Hoch – Trocknung erforderlich, neigt zum Verzug

Fazit

Beste Wahl für starre Bauteile, die hohe Temperaturen und starke Stöße aushalten müssen

Standardmaterial für preiswerte, robuste Allzweckteile

Die beste Wahl für langlebige Außenanwendungen

Ideal für unkomplizierte, stabile Drucke ohne großen Aufwand

Erste Wahl für Zahnräder, Lager und Teile mit Reibung oder Verschleiß


Jetzt weißt du also, wo PC im Vergleich zu ABS, ASA, PETG und Nylon steht. Aber nicht jedes Polycarbonat-3D-Material ist gleich – schauen wir uns also die wichtigsten Varianten an.


8. PC-Filament-Varianten – CF, GF, FR, ESD und PCx CF


Wie du bereits gelernt hast, sind nicht alle Polycarbonat Filamente gleich. Neben dem standardmäßigen, unverstärkten PC, über das wir bisher gesprochen haben, gibt es mehrere technische Varianten, die spezifische Eigenschaften hinzufügen. Hier ist ein kurzer Überblick:


  • PC CF (Carbonfaser) – Das ist Polycarbonat, das mit kurzen Kohlenstofffasern verstärkt ist. Macht das Material deutlich steifer – wir sprechen von einem Biegemodul von bis zu 5000 MPa – und gibt ihm dieses matte, leicht strukturierte Aussehen. Der Haken? Die Schlagzähigkeit sinkt. Teile werden spröder, und die Kohlenstofffasern sind abrasiv, du brauchst also eine gehärtete Düse. Lohnt sich für leichte, steife Teile wie Drohnenrahmen oder Werkzeugvorrichtungen.


  • PC GF (Glasfaser) – Gleiches Prinzip, aber mit Glasfasern statt Kohlenstoff. Es erhöht die Steifigkeit auch deutlich, meist etwas weniger als CF. Glasfasern sind etwas weniger abrasiv, aber eine gehärtete Düse ist trotzdem empfehlenswert. Oft günstiger als CF. Gut für Teile, die hohe Steifigkeit und Dimensionsstabilität brauchen – zum Beispiel Halterungen oder Gehäuse, die nicht starken Schlägen ausgesetzt sind.

  • PC FR (flame retardant / schwer entflammbar) Diese Variante ist für Brandsicherheit da. Sie ist so formuliert, dass sie die Norm UL94 V‑0 oder V‑2 erfüllt, das heißt, sie verlöscht von selbst. Du findest sie in Elektronikgehäusen, Batteriehaltern oder allem, was Sicherheitsstandards erfüllen muss. Der Nachteil: Die mechanischen Eigenschaften sind meist etwas niedriger als bei Standard PC.

  • PC ESD (elektrostatisch ableitend) – Entwickelt für den Umgang mit empfindlicher Elektronik. Es verhindert statische Aufladungen, die eine Leiterplatte zerstören könnten. Üblich in Elektronik-Fertigungsvorrichtungen, Tabletts und Bestückungsautomaten. Nicht etwas, was die meisten Hobbyisten brauchen, aber wichtig für bestimmte Produktionsumgebungen.


Wo passt Nobufil PCx CF rein?


PCx CF ist die kohlefaserverstärkte Version von PCx von Nobufil. Wie andere PC CF Filamente gibt es dir höhere Steifigkeit (Biegemodul etwa 3500 MPa) und eine matte, faserstrukturierte Oberfläche. Aber hier kommt das Gute: Weil es auf der PCx-Formel basiert, verzieht es sich immer noch weniger und hat eine bessere Schichthaftung als die meisten standardmäßigen PC CF Filamente. Die Nachteile? Die Schlagzähigkeit sinkt im Vergleich zu unverstärktem PCx (unbezifferte Kerbschlagzähigkeit etwa 30 kJ/m² statt 45 kJ/m²), und du brauchst auf jeden Fall eine gehärtete Düse.

Für die meisten Leute ist das unverstärkte PCx, über das wir gesprochen haben, die bessere Wahl für den Alltag – besonders wenn du Teile brauchst, die Schläge wegstecken können, wie Klammern, Schnappverbindungen oder Schutzabdeckungen. Aber wenn du speziell diese extra Steifigkeit und die matte Oberfläche brauchst, dann ist PCx CF einen Blick wert.




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Hier ist ein kleines Video vom Druck mit Nobufil PCx CF:


9. Mythen vs. Realität beim PC-Druck


Lass uns ein paar Dinge klarstellen, die Leute über das Drucken von Polycarbonat falsch verstehen.


Mythos #1: „Du brauchst immer eine beheizte Kammer mit über 100 °C.“

Realität: Für große Industrieteile? Ja. Aber viele PC-Mischungen – darunter PCx – drucken auch auf einem offenen Drucker gut. Eine beheizte Kammer hilft, aber sie ist kein Muss. PC ist zugänglicher, als die meisten denken.

Mythos #2: „PC-Drucke sind immer spröde und haben sichtbare Schichtlinien.“

Realität: Das ist ein Einstellungsproblem, kein Materialproblem. Stell deine Temperaturen richtig ein, drucke langsamer und halte den Lüfter niedrig. PC kann Teile liefern, die extrem stark und gleichzeitig glatt sind. Das Material selbst kann glänzende, saubere Oberflächen.

Mythos #3: „Polycarbonat ist nur für fortgeschrittene Industrieanwender.“

Realität: Früher mal. Aber modifizierte PC-Filamente haben die Hürde gesenkt. Du brauchst keinen 10.000-Euro-Drucker mehr. Ein gut eingestellter Desktop-Drucker mit einem Hotend aus Metall und einer strukturierten PEI-Folie reicht aus, um echte PC-Teile zu bekommen.

Mythos #4: „PC-Filament ist zu feuchtigkeitsempfindlich – du brauchst Industrietrockner.“

Realität: Ja, PC zieht Feuchtigkeit. Aber ein einfacher Filamenttrockner oder ein normaler Backofen bei 80–90 °C für 4–6 Stunden erledigt den Job. Du brauchst keine Laborausrüstung.

Mythos #5: „Du brauchst einen teuren Drucker für Polycarbonat.“

Realität: Du brauchst ein Hotend aus Metall und ein beheiztes Bett. Das ist alles. Viele Desktop-Drucker unter 1000 Euro – von Prusa, Bambu Lab, Creality – kommen mit PC-Material gut klar. Modifizierte PC-Mischungen wie PCx machen es noch einfacher.

Mythos #6: „PC lässt sich unmöglich ohne Verziehen drucken.“

Realität: Standard PC Filament verzieht sich – keine Frage. Aber modifizierte PC-Mischungen (PCx, Prusament PC Blend, usw.) sind so formuliert, dass sie weniger schrumpfen. Du kannst kleine bis mittelgroße Teile ohne Gehäuse drucken, und eine einfache Haftkante (Brim) erledigt den Rest.

Mythos #7: „Polycarbonat ist UV-stabil.“

Realität: Ist es nicht. Standard-PC zersetzt sich in direktem Sonnenlicht – es wird gelb und spröde mit der Zeit. Wenn dein Teil draußen lebt, verwende ASA oder eine UV-stabilisierte PC-Mischung. Wenn es drinnen bleibt, ist PC in Ordnung.

Mythos #8: „PC ist chemisch beständig gegen alles.“

Realität: PC widersteht Ölen, Fetten und verdünnten Säuren. Aber es wird von starken Lösungsmitteln wie Aceton, Benzin und aromatischen Kohlenwasserstoffen angegriffen. Weiche deine PC-Teile nicht in Bremsenreiniger oder Farbverdünner ein.

Nachhaltigkeit von PC-Filamenten

10. Nachhaltigkeit von PC-Filamenten

Mal ehrlich: Das meiste Polycarbonat-Filament auf dem Markt ist Neukunststoff. Die 3D-Druck-Industrie setzt nur sehr wenig auf recycelte Materialien – vor allem wegen Qualitätsbedenken und höherer Kosten. Standard-Polycarbonat-Filament kommt aus rohem Erdöl. Das ist in Ordnung, wenn dir nur Preis und Leistung wichtig sind.


Aber wenn Nachhaltigkeit für dich eine Rolle spielt, ist es gut, andere Optionen zu haben. Genau das sind Nobufil PCx und PCx CF. Beide werden aus recycelten industriellen Polycarbonat-Abfällen hergestellt – Produktionsreste, Beschnittkanten und ausgemusterte Teile aus europäischen Fabriken. Sauber, gleichmäßig und zu Filament verarbeitet, das sich wie Neumaterial verhält – manchmal sogar besser.

Eine besondere Position in Europa

Nobufil ist aktuell der einzige spezialisierte Hersteller von recyceltem Polycarbonat-Filament in Europa. Das Unternehmen hat sein eigenes Recycling und seine Filamentproduktion im Haus – und macht aus Industrieabfällen hochwertige 3D-Filamente (darunter PCx und PCx CF) – ohne Kompromisse bei den mechanischen Eigenschaften. Für Unternehmen und Maker in der EU bedeutet das eine zuverlässige Versorgung mit nachhaltigen, technischen Filamenten – ohne Qualitätsnachteile.


Die eigentliche Frage, die Leute zu recyceltem Filament haben, ist: Ist es schwächer oder schwieriger zu drucken? Bei PCx lautet die Antwort: Nein. Zugfestigkeit, Schlagzähigkeit, Wärmeformbeständigkeit – all diese Werte liegen genau da, wo du sie von einem guten technischen Polycarbonat erwartest. Du opferst keine Qualität, um nachhaltiger zu sein.


Für Unternehmen ergeben sich daraus praktische Vorteile. In Österreich und Deutschland kann der Einsatz von recycelten Materialien Förderanträge unterstützen – etwa bei FFG oder KfW. Außerdem drängen EU-Vorschriften allmählich auf einen geringeren Verbrauch von Neukunststoffen. Wenn du bereits eine recycelte Option in deiner Lieferkette hast, bist du einen guten Schritt voraus.

Für einzelne Maker ist es einfacher: Gleiche Leistung, weniger Abfall.


Fazit


So, das war's. Du bist gekommen, um einen Leitfaden über PC Filament zu lesen, und hoffentlich gehst du mit einem viel klareren Bild.


Polycarbonat ist ein wirklich gutes Filament. Robust, hitzebeständig, perfekt für Teile, die wirklich beansprucht werden. Aber ein Standard-PC? Ein Kampf. Verziehen, schwache Schichten, das ständige Gefühl, dass dein Drucker gegen dich arbeitet.


Genau deshalb gibt es modifiziertes PC wie Nobufil PCx. Gleiche Festigkeit, gleiche Hitzebeständigkeit, aber ohne das Drama. Weniger Verziehen, bessere Schichthaftung, und du brauchst kein Gehäuse, wenn du keins hast. Der Aspekt mit dem recycelten Industrieabfall ist ein nettes Extra, aber ehrlich gesagt bist du hier, weil du ein PC willst, das einfach funktioniert.


Wenn du bereits ein Standard-PC beherrschst, mach weiter so. Aber wenn du Polycarbonat wegen der Horrorgeschichten bisher vermieden hast, dann ist PCx eine Rolle wert.


Befolge die Best Practices – trockne dein Filament, verwende ein strukturiertes PEI-Bett, geh langsam auf der ersten Schicht – dann wirst du keine Probleme haben.


FAQ: Häufig gestellte Fragen

Ist PC Filament das stärkste 3D-Druck-Filament?

Kommt darauf an, was du unter „stärkst“ verstehst. PC gehört zu den zähesten und schlagzähigsten Filamenten – es wird schließlich auch in kugelsicherem Glas verwendet. Bei der Zugfestigkeit liegt normales PC bei etwa 55–70 MPa. Manche gefüllten Nylons sind stärker, aber PC gewinnt bei Schlagzähigkeit und Hitzebeständigkeit (meist 110–120 °C HDT). Wenn du also ein Material brauchst, das Schläge wegsteckt und in heißen Umgebungen steif bleibt, ist PC eine der besten Optionen.

Ist PC Filament giftig zu drucken?

Generell gilt PC als wenig giftig – es setzt kein Styrol frei wie ABS. Aber jedes Filament, das bei hohen Temperaturen (ca. 280–310 °C) gedruckt wird, setzt feine Partikel und flüchtige organische Verbindungen frei. Drucke in einem gut belüfteten Raum oder verwende ein Gehäuse mit Filter. Für gelegentliche Nutzung in der Werkstatt bei geöffnetem Fenster ist PC in Ordnung.

Braucht PC Filament ein Gehäuse?

Für Standard-Polycarbonat: Ja – ein beheiztes Gehäuse ist fast Pflicht, um Verziehen und Schichtablösung zu verhindern. Manche modifizierten PC-Mischungen (wie Nobufil PCx) können auf offenen Druckern gedruckt werden, aber reines PC ist sehr anspruchsvoll. Wenn du kein Gehäuse hast, such nach einem „modifizierten“ oder „einfach zu druckenden“ PC.

Kann ich PC Filament auf jedem 3D-Drucker drucken?

Nein. Du brauchst ein Hotend aus Metall (PTFE-Auskleidungen zersetzen sich oberhalb von 250 °C), Düsentemperaturen von 280–310 °C und ein beheiztes Bett mit mindestens 100–120 °C. Viele Creality-, Prusa- und Bambu-Drucker können das, aber Billigdrucker mit PTFE-Hotend nicht.

Ist PC Filament stärker als ABS?

In den meisten Punkten: Ja. PC hat eine höhere Schlagzähigkeit, bessere Hitzebeständigkeit und ist steifer. ABS ist einfacher zu drucken und kann mit Aceton geglättet werden. Für funktionale Teile, die Belastung oder Hitze ausgesetzt sind, ist PC die bessere Wahl.

Nimmt PC Filament Feuchtigkeit auf?

Ja – es ist hygroskopisch. Nass gewordenes PC druckt mit Blasen, Fadenziehen und schwacher Schichthaftung. Trockne neues PC-Filament immer vor dem Drucken bei 80–90 °C für 4–6 Stunden und lagere es in einer trockenen Box mit Trockenmittel.

Kann man PC Filament kleben oder bemalen?

Ja. PC haftet gut mit Cyanacrylat (Sekundenkleber) und Epoxidharz. Anschleifen mit 200–400er Körnung hilft. Zum Lackieren verwende Sprühlacke für Kunststoffe. Teste immer zuerst an einem kleinen Stück.

Ist PC-Filament lebensmittelecht?

Nein. Selbst wenn das Rohmaterial es sein könnte, erzeugt der Druckprozess winzige Hohlräume, in denen sich Bakterien vermehren können, und Zusatzstoffe oder recycelte Inhalte sind nicht lebensmittelecht zertifiziert. Verwende PC nicht für Lebensmittelkontakt.

Was ist der Unterschied zwischen Standard-PC und PCx?

Standard-PC ist reines Polycarbonat – sehr stark, aber anfällig für Verziehen, schlechte Schichthaftung, und es braucht ein Gehäuse. PCx (wie das von Nobufil) ist eine modifizierte Mischung, die das Verziehen reduziert, die Schichthaftung verbessert und in vielen Fällen ohne Gehäuse gedruckt werden kann. Gleiche Hitzebeständigkeit und Zähigkeit, weniger Frust.

Ist PC-Filament UV-beständig?

Standard-PC zersetzt sich im direkten Sonnenlicht mit der Zeit – es wird gelb und spröde. Für den Außenbereich ziehe ASA oder eine UV-stabile PC-Mischung in Betracht.


Was sind typische Druckeinstellungen für PC-Filament?

Düse: 280–310 °C (260–285 °C für modifiziertes PC). Bett: 100–120 °C. Oberfläche: Strukturiertes PEI oder PC-Platte mit Haftmittel. Lüfter: Niedrig oder aus. Gehäuse: Für Standard-PC erforderlich, für modifiziertes PC empfohlen.

Kann ich ein PC Filament für Autoteile verwenden?

Ja – für Innenraumklammern, Halterungen, Abdeckungen und nicht-strukturelle Komponenten. PC hält automobile Hitze aus und widersteht Ölen. Nicht für sicherheitskritische Teile.

Wie schneidet das PC Filament im Vergleich zu PETG ab?

PC ist steifer, hitzebeständiger (110–120 °C vs. 70–80 °C) und viel zäher. PETG ist einfacher zu drucken und braucht keine so hohen Temperaturen. Wenn dein Teil keiner Hitze oder Schlägen ausgesetzt ist, reicht PETG. Wenn doch, ist PC den Aufwand wert.

Wie lagere ich PC Filament?

Bewahre es in einem luftdichten Behälter mit Silikagel-Trockenmittel auf. Noch besser: Verwende eine Trockenbox, die direkt zum Drucker führt. PC nimmt schnell Feuchtigkeit auf – selbst über Nacht bei feuchten Bedingungen.

Braucht PC Filament eine gehärtete Düse?

Für unverstärktes Standard-PC: Nein, Messing ist in Ordnung. Für kohlefaser- oder glasfaserverstärktes PC: Ja, du brauchst gehärteten Stahl, weil die Fasern abrasiv sind.



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Nobufil ist der erste österreichische nachhaltige 3D-Druck-Filament Hersteller mit eigenem Recycling und in-House Filament Produktion. Wir kümmern uns um die Reduzierung von Plastikmüll und einen negativen CO2-Fußabdruck.

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